Schon seit Jahren existiert das Gerücht, dass keine der im Handel erhältlichen Windows Programme auf einem Apple Computer laufen würden. Hier ist der Nutzer dann gezwungen, ein Windows Betriebssystem fest auf dem Mac zu installieren. Sei es als alleinstehendes Betriebssystem oder auf einer Partition. Direkt stimmt dies natürlich. Aber es gibt immer einen Weg, der nach Rom führt.

Die Möglichkeiten mit Parallels Desktops

Die Firma Parallels GmbH hat mit Ihrer Software „Parallels Desktops“ eine ideale Lösung geschaffen. Dieses Produkt ist eine Anwendung, welche zur Erstellung virtueller Maschinen dient. Der Nutzer kann somit auf seinem Mac einen virtuellen PC erstellen, und beispielsweise Windows 7 oder 8 installieren. Natürlich gibt es für diesen Zweck auch kostenlose Programme wie Virtual-Box. Allerdings dienen diese nur zum Arbeiten. Wenn man hier nun auf dem virtuellen PC ein Spiel installiert welches beispielsweise DirectX verlangt, oder sonstige 3D-Karten, würde man hier sofort an die Grenzen von Virtual-Box stoßen. Auch, was die restliche Handhabung angeht, ist Virtual-Box zu professionell aufgebaut. Wer hier was bewirken möchte, braucht Ahnung von der Materie.

Parallels bietet hier viele Möglichkeiten. Es können bei Parallels jede Menge von Betriebssystemen installiert werden. Dabei reicht die Palette von den bekannten Windows Betriebssystemen bis hin zu professionellen Linux Distributionen. Hierbei wird aber keine Festplattenpartition erstellt. Es wird lediglich ein Image angelegt, welches sich wie eine Festplatte in Parallels Desktops verhält. Dies hat auch im Bereich Speicher seine Vorteile. Eine Festplattenpartition belagert einen festen Speicher. Dieser ist dann für den Mac nicht mehr nutzbar. Parallels ist in der Lage wie bei Virtual-Box eine wachsende virtuelle Festplatte zu erstellen. Diese ist dann nur so groß, wie der verbrauchte Speicher der virtuellen Maschine.

Wer bereits eine Partition für Windows erstellt hat und darauf ein Windows Betriebssystem installiert hat, kann dieses natürlich auch in Parallels Desktops einbinden. Parallels Desktop bietet von Beginn an die Funktion, eine Partition mit Windows einzubinden oder ein neues Windows zu installieren. Sollte Punkt eins der Fall sein, spart man sich hierbei eine vollständige Neuinstallation. Die Partition, welche mit Bootcamp angefertigt wurde, wird einfach in Parallels Desktops implementiert. Nach dem Start hat man den gleichen Desktop in der virtuellen Maschine, wie man ihn zuletzt im Windows hatte, als man noch richtig rein gebootet ist.

Keine Lösung für Spieler

Wie bereits erwähnt haben Spieler mit Parallels auch Möglichkeiten eine bedeutend größere Anzahl von Spielen unter Mac zu spielen. Aber wer wirklich richtig zocken möchte, sollte nach wie vor dabei bleiben, seinen Mac komplett in Windows zu booten. Leider ist es nämlich so, dass die Leistung der Grafikkarte und des übrigen Computers unter Parallels nicht so ausgenutzt werden kann, als wenn der Computer direkt in Windows betrieben wird. Es machen sich beispielsweise Probleme bemerkbar wie Mausprobleme in Onlinerollenspielen oder massive Grafikprobleme. Trotz diesem Mangels bietet Parallels aber immerhin eine große Liste von kompatiblen Spielen. Zudem auch die, welche nicht gerade auf dem aktuellen Stand sind. Eine offizielle Liste, welche Spiele nun mit Parallels kompatibel sind und welche nicht, gibt es aber nicht. Hierzu sollte man dann im Internet nach Informationen suchen, oder es einfach ausprobieren.

Aber Spiele spielen ist ja nur eine Sache, wofür man ein Computer nutzt. Natürlich bietet sich Parallels Desktops auch als perfekte zum Arbeiten mit diversen von Programmen. In dem Fall ist es sogar besser gedacht, als zum Spielen.

Unter dem Schlussstrich

Im gesamten lohnt es sich auf jeden Fall, Parallels Desktops zu nutzen. Aber es kostet gutes Geld im Gegensatz zu Virtual-Box. Wo Virtual-Box kostenlos ist, kostet Parallels um die 60 Euro. Das Geld lohnt sich aber in vielen Hinsichten.