Der Urlaub rückt immer näher und es ist noch so viel zum vorbereiten. Neben einer Unterkunft für den Hund und diversen anderen Vorbereitungen kommt in den meisten Fällen der Gedanke, ob man nun noch den Film vom letzten Strandurlaub oder ähnlichem in der Kamera hat. Dies kann zu einigen Folgeproblemen führen. Wie das beschädigen des Films oder irgendwelches Folgekosten wie der Neukauf leerer Filme.
Damit ist dank der heutigen Technik in der Fotografie Schluss.

Bevor man weiterhin in einem Fass ohne Boden hineinzahlt sollte man sich überlegen, ob es nicht günstigere Wege gibt als die analogen Fotokamera. Nach kurzer oder auch längerer Überlegung steht der Entschluss dann doch fest. Eine Digitalkamera muss her.

Heut zutage ist der Gebrauch einer solchen Kamera fast zur Normalität geworden. Vor einigen Jahren hat sich jeder zweite noch zu einer Person umgedreht, wenn diese beispielsweise in der Stadt stand und irgendwelche Sachen fotografierte. Aber da nun fast jeder zweite eine digitale Fotokamera besitzt, ist der neid fast bei Null angekommen.

Um genauer zu sein ist es glatt so, dass die Anzahl derer die keine digitale Kamera haben bei Null angekommen ist. Da jedes heute im Handel zu erhaltene Handy eine kleine Digitalkamera integriert hat. Nur unterscheiden sich diese bedeutsam gegenüber einer Kompakt-, Bridge- oder Spiegelreflex Kamera. Fangen wir mit der Kameraerklärung mal beim kleinsten an und arbeiten uns nach und nach hoch.

Die Handykamera

Sony Ericsson, Nokia, Samsung und was es alles gibt. Alle haben heutzutage eine Kamera drin. Wer sich schon mit seinem nächsten Handy eine „gute“ Kamera kaufen möchte sollte hier keine Highperformance erwarten. Die ersten dieser Art von Handys hatten in der Regel eine VGA Kamera. Deren Auflösung lag gerade mal bei 640×480 Pixel. Also auch deutlich unter einem Megapixel. Kurze Zeit darauf kletterten die Handys die Pixelleiter immer weiter hinauf. Heut zu Tage bekommt man bereits in einem einfachen Handy eine gute 3,1 Megapixelkamera mitgeliefert die sogar bei einigen Handys mit einer Linsenschutz versehen ist, wobei sich die Kamera nach dem öffnen des Schutzes von alleine aktiviert.

Die Leistung der Kamera ist nicht schlecht. Damit kann der Nutzer zumindest gute Gelegenheitsbilder machen, zum Beispiel von einer Feierlichkeit oder Bilder um etwas bei einer Onlineauktion zu verkaufen. Je nach Handyhersteller ist die Kamera unterschiedlich. Sony Ericsson stellt in dem Fall eine spezielle K-Reihe her. Diese Handys besitzen eine Kamera mit einem Autofokus, welches in der Lage ist, das zu fotografierende Objekt zu fokussieren und die Qualität scharf zu stellen. Hier ist es leichter eine gute Fotoqualität zu erzielen da das Handy von selbst erkennt ob es sich um eine Makro-, Portrait- oder Landschaftsfotografie handelt, im Gegensatz zur W-Reihe von Sony Ericsson. Bei der W-Reihe ist das Hauptpotenzial auf eine MP3-Walkman-Funktion gelegt worden. Hier hat die Kamera keinen Autofokus und die Bilder werden nicht so qualitativ wie beim K-Handy. Dafür ist egal welche Handykamera immer Griffbereit!

Die Kompaktkamera

Die Kompaktkamera ist unter den Digitalkameras das wohl am meisten verkaufte Model. Hier wurden Fotoqualitäten mit bis zu satten 12 Megapixeln, ein sehr hoher optischer Zoomfaktor sowie ein sehr akzeptabler Camcorder im Taschenformat vereint.

Beim Handy haben wir in jedem Fall immer nur einen digitalen Zoom, hier wird lediglich nur ein Teilabschnitt des gerade anvisierten Bildes vergrößert. Die Bilder werden spätestens beim maximalsten digitalen Zoom sehr unscharf und unansehnlich. Bei der Kompaktkamera hat der Fotograf bereits einen optischen Zoom in der Regel mit bis zu 15 facher Stärke. Der optische Zoom arbeitet voll und ganz nur mit Linseneinstellungen. Die Bilder werden hierbei im Gegensatz zum digitalen Zoom 100% Scharf. Danke dem Bildstabilisator können mit freier Hand auch Bilder bei 15 Facher Zoomkraft gestochenscharf fotografiert werden, hierbei erspart man sich das verwenden eines Stativs. Ein Bildstabilisator ist so gesehen ein in der Kamerasoftware integrierter Puffer der dass Zittern der menschlichen Hand dämpft und ein sauberes Bild hervorruft.

Die Kameras sind sehr intelligent, im Auto-Modus erkennen sie in der Regel alles was der Nutzer fotografieren will und können das Blitzlicht den Lichtverhältnissen ideal anpassen um eine Über- oder Unterbelichtung zu vermeiden.

Die Preisklasse reicht von 99 bis hin zu ca. 250 Euro. bei den teureren Modellen sind viele Extras wie Belichtungsprogramme oder auch eine voll manuell einstellbare Möglichkeit gegeben. Jeder der mit dem Fotografieren frisch anfängt sollte in jedem Fall mit einer Kompaktkamera beginnen.

Bridge-Kameras

Hier geht es nun etwas mehr in den professionelleren Bereich. Eigentlich werden Bridgekameras genau wie Kompaktkameras gehandhabt. Allerdings ist hier die Technik feiner und bedeutend leistungsfähiger.

Das höchste der möglichen Zoomfähigkeit liegt hier bei etwa 30 fachen optischer Zoom. Dies bietet zumindest die frisch erschienene Fujifilm HS10. Bei den Bridgekameras unterscheiden sich die Kameras vom Preis her sehr stark. Einige alte Modelle sind schon für 99 Euro zu haben. Aber das niedrigste und brauchbarste ist etwa bei der Preislage von ca. 199 Euro und geht hoch bis gut 500 Euro. Allerdings ist hier die Grenze für normale Hobbyfotografen.

Die Bridgekameras bieten neben gestochen scharfe Bilder einen sehr empfindlichen Bildstabilisator, der auch grobe ruckartige Bewegungen dämpft. Die Objektive der Bridgekamera hat ein schönes Weitwinkelobjektiv, mit dem man mühelos auch ganze Gebäude auf einem Bild bekommt.

Im Gegensatz zur Kompaktkamera ist es hier sogar möglich im manuellen Modus die ISO Stärke von 400 bis hin zu 2400 und höher zu stellen. Somit können auch professionelle Fotografen die Bilder manuell auf ihre eigenen Belichtungsstärken einstellen und auch diverse Lichteffekte erzielen.

Bei der Bridgekamera sollte man sich wirklich genau aussuchen was man brauch und was man will, da es hier um viel Geld dreht. Zubehör gibt es hier sehr viel, vom Filteraufsatz für das Objektiv über diverse Stative und bis hin zum stärkeren Blitzlicht.

Spiegelreflex Kameras oder DSLR (engl. für digital single-lens reflex)

Die Profiliga der Fotografie, hier kommt schweres Geschütz zum Einsatz. Schwer, im wahrsten Sinne des Wortes! Die Spiegelreflexkamera ist nicht nur in der Lage wie die Bridgekamera Stative, Filter gegen UV Reflektionen oder Blitzlichter zu nutzen, hier kann man das ganze Objektiv wechseln. Allerdings muss man um effektiv fotografieren zu können jede Menge an Zubehör mit sich führen. Da man ein Objektiv für Makro-, Weitwinkel oder diverse andere Aufnahmen mit sich führen muss. Wobei bei einer Kompakt Kamera oder Bridge Kamera eine handliche Kameratasche reicht muss der Spiegelreflexkamera ein Kameraset Koffer oder eine dafür vorgesehene Tasche zugefügt werden.

Dafür allerdings liefert die Spiegelreflex Kamera extrem brillante Bilder die von Schärfe und Farbkraft nur so strotzen.

Wer sich hier austoben will muss sich aber schon im Vorfeld klar sein dass hier tief in die Geldbörse gegriffen werden muss. Eine gute Kamera kostet in der Regel 1000 bis 2000 Euro. Nur selten findet sich ein Model das für weniger zu bekommen ist, wenn es sich um ein ladenneues Modell handelt.

Zudem muss früher oder Später diverses Zubehör wie Stative, Objektive, Filter und der Gleichen in jedem Fall her.

Die Funktionsweise zu den anderen Kameras unterscheidet sich auch darin dass das Bild das fotografiert wird über kleine Spiegel auf den Fotosensor sowie in den Sucher fällt in dem der Fotograf hineinschaut. So sieht er 1:1 das Bild das am ende auf dem Foto selbst zu sehen ist. Daher stammt der Name „Spiegelreflex Kamera“ also abgeleitet von Spiegelreflexion.

Aber wer bereit ist das Geld dafür zu Opfern wird sicher nicht enttäuscht. Die Grenze der Megapixel geht heute schon bis zu Fünfzehn und mehr!

Man sieht, es gibt eine extreme Auswahl an Kameras von der Anfängernutzung bis hin zu Modellen die für Menschen geeignet sind, die ihr Hobby zum Beruf machen wollen.

Aber für den „Normalgebrauch“ reicht hierbei höchstens eine Bridgekamera voll und ganz aus. Egal für was sie sich entscheiden, der Fotofilm fällt nun in jedem Fall weg da bis weit über tausend Bildern auf eine winzige SD-Speicherkarte passen!

Nun viel Spaß beim Kamerakauf!Die Handykamera

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